Wie kommt man eigentlich auf die Idee, ausgerechnet Märchenerzähler werden zu wollen? Geboren wurde die Idee dadurch, dass ich gerne Mittelaltermärkte besuche und mir überlegte, dass ich zu gern dort mitmischen würde, aber nicht so recht wusste wie, und mich auch bis heute nicht dazu durchringen konnte, mich einer Gruppe aktiv anzuschließen. So dachte ich darüber nach, was ich denn zu so einem Markt beitragen konnte - und sei es auch nur theoretisch.

Märchen, Mythen, Sagen und alles Geheimnisvolle haben es mir schon immer angetan. Mein besonderes Interesse gilt den Kelten, Wikinger, Normannen, Germanen und ähnlichen Völkern, was sich bis heute in der Auswahl meiner Märchen widerspiegelt, die zumeist dem nördlichem Kulturkreis entnommen sind.

So entschloss ich mich vor einigen Jahren das Märchenerzählen zu erlernen. Nun folgte eine Reise durch das Internet um mich zu informieren, wo man das eigentlich lernen kann, das Erzählen von Märchen. Schließlich landete ich 2008 im Märchenhof Rosenrot in Puls in Schleswig-Holstein. Von mir hier in Franken vielleicht der am weiteste entfernte Ort, doch das Angebot passte und alles machte einen vor allem seriösen Eindruck auf mich. Etwas, auf das ich großen Wert lege.

Meine Erzählerausbildung begann ich im Juni 2008 und im Laufe eines Jahres erlernte ich nicht nur wie man sich Märchen gut merken kann oder wie man sie so erzählt, dass man die Zuhörer mit auf die Reise der Bilder nimmt, sondern spielte auch Märchenspontantheater. Außerdem begannen wir mit Märcheninterpretation, damit wir selbst verstehen, was wir erzählen. Kurz gesagt: Welche Botschaft steckt für mich ganz persönlich in dem Märchen. Das Ganze gefiel mir so gut, dass ich im Januar 2010 den einjährigen Kurs Märchenberater und Märchenselbsterfahrung begann und von Dezember 2011 bis Dezember 2012 noch eine Ausbildung in Märchentherapie drangehängt habe. Wohin mich dieser Weg führt ist noch offen, doch ich vertraue darauf, dass ich immer wieder Helfer treffe, die mir einen Weg aufzeigen, gerade so, wie es den Märchenhelden ergeht.

Das Erzählen von Märchen bereitet mir viel Freude. Es gefällt mir, wenn ich Menschen mitnehmen kann in eine Welt, in denen Wunder noch wahr werden und in der wir uns trotzdem wiederfinden können. Vielleicht auch deshalb mein Motto: 

 

 

 

 

Es war einmal... so fangen Märchen an. Und auch meine märchenhafte Geschichte besitzt bereits ein: Es war einmal...

 

Es war nämlich mal der Gedanke, dass ich einen märchenhaften Namen für meine Erzählstunden brauche. Doch je mehr ich mit den Märchen unterwegs war, desto mehr bemerkte ich, dass die meisten Leute mich doch mit meinem normalen Namen in Verbindung brachten - eigentlich logisch, wenn man bedenkt, dass man die ersten Kontakte doch im näheren Umfeld knüpft. Wohl wenige kämen auf die Idee nach einer Nijadal zu suchen, wenn sie doch Heike kannten...

Dabei hatte ich mir alles so schön ausgedacht, denn mein Antrieb überhaupt mit Märchen anzufangen, waren die Mittelaltermärkte - und die Erzähler auf diesen Märkten haben alle so schöne, klangvolle Namen. Jetzt muss ich zugeben, dass ich es bisher nur auf einen einzigen Markt geschafft habe, doch ganz aufgegeben habe ich diesen Traum noch nicht. Doch bis dahin wird Nijadal, die Märchenerzählerin, ein Schattendasein führen und darauf warten, dass sie eines Tages ins Licht geführt wird.

Für alle, die mich unter Nijadal kennengelernt haben: Ich erzähle auch weiterhin gerne für Euch!

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© Horst Appold